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/ Farben /

Büro Gumpen­dorf, Deck­en­spiegel und Grun­driss.
Hell­grau: NCS 1500‑N; Mit­tel­grau: NCS 2502‑Y, Schwarz: NCS 8502‑B, Decke Lachs: NCS 2030-Y60R (Latex), Decke Sen­fgelb: NCS 3060-Y10R, Wand Petrol: NCS 5540-B20G, Türkis: NCS 1005 B50G, Rosa Punkt: NCS 1060-Y70R (Latex)

„Die Wiener Roth­schilds. Ein Kri­mi“, Ausstel­lung im Jüdis­chen Muse­um Wien, 2021/ 2022.
Wand­far­ben: NCS S1505-Y30R (Beige), NCS S2005-Y40R (Dunkel-Beige), NCS S2000‑N (Licht­grau)
“Krisen”: NCS S7010-Y90R (Aubergine), NCS S8502‑B (Anthraz­it)
“Schlaglichter”: NCS S4030-Y80R (Ter­ra­cot­ta-Rot)
Son­der­far­ben: NCS S2010-B30G (Hell­blau), RAL 9003 (Sig­nal­weiß)
Stoffe: SAHCO — Aval­on 2, 055 (ca. moos­grün), 007 (hell­beige)

Farb­muster Umbau Wien-Hiet­z­ing.
Blau Deck­en­feld: 4550‑B, Hell­grün (rechts): NCS 2020-G30Y, Dunkelgrün(links) NCS 4020_B50G, Sen­fgelb Deck­en­feld: NCS 2070-Y10R, Beige hell: NCS 2010-Y10R, Beige dunkel: NCS 3005-Y20R, Rot (links): NCS 3560 Y90R

12_Farbaxo

Far­bkonzept Haus Wasserstraße/ Weiss-Döring.
Schwarzblau: NCS 8005-B20G, Blau: NCS 1565‑B, Weiss: NCS 0300‑N, Grün­gelb: NCS 1075-G80Y

Zur Inspi­ra­tion: Süd­bahn­ho­tel Sem­mer­ing, Architek­ten Emil Hoppe, Otto Schön­thal.
Architek­turzen­trum Wien, Samm­lung, Foto: Margheri­ta Spi­lut­ti­ni

/ Muster /

Vil­len­park Mauer­bach, Fen­ster­folien

Check it, Krei­delin­ien auf Tafel­lack, Entwurf Eleonore Bujat­ti

Tier­tapete, für die raumho­hen Krei­detafeln der Vinothek Café Ate­lier,
Entwurf Eleonore Bujat­ti

Würs­tel­stand Alberti­na mit Hase

06_Green
07_Glass

Ver­glasung Würs­tel­stand Prater mit Bek­le­bung

/ Wörter /

Wörter, die durch Sil­ben­tren­nung neue Zusam­men­hänger ergeben.
Ver­wen­det als tem­poräres Krei­de­mo­tiv für die Wandtafeln bei „Check it“.
Von Eleonore Bujat­ti.

ARBEIT
SAUF
WAND

MULTI
TAL
ENTE

STAAT
SEX
AMEN

EGO 
IST
IN

MENSCH
ENGE
MENGE

ALLE
IN
GANG

PUFF
ERZ
ONE

KONSUM
ENTEN

DELIKAT
ESSEN

KOMM 
ISS
IONEN

HAU
STIER

HORTEN
SIE

FLIEG
ENGE
WICHT

SEHR
OHR

Liste der Spiegel­wörter, die nicht dranka­men:

Frischling 
Erdling 
Moment mal
Ein Augen­blick 
Ich bin Ich 
Jet­zt 

Him­mel­blau
Wolken­los
Dreikäse­hoch
Bon Voy­age
Fünf Sekun­den Schön
Schöne Aus­sicht­en

„Jet­zt“, Johan­na Schu­berth, Plas­tilin auf Papi­er, 2008

/ Schrift /

„CHECK IT“ (Post-its als Vis­itenkarten) und „585 12 12“ (Beratung­stele­fon)
Entwurf: Eleonore Bujat­ti

Entwurf: Eleonore Bujat­ti, Mess­ing­plättchen auf Fas­saden­plat­ten aus Travertin

Entwurf: Eleonore Bujat­ti, Mess­in­glet­tern auf Travertin

Türschild, Plas­tilin auf Alu­mini­um

12. SEPTEMBER BIS 31. OKTOBER DO/FR 16.00 BIS 21.00 BIER/WEIN 3
Grafis­che Über­set­zung der Onyx Wand, für Amer­i­can Bar REMAKE.
Entwurf: Eleonore Bujat­ti

Entwurf: Eleonore Bujat­ti

07_Schriftstudie
08_Lochblech

„Die Zelle“, Raumbeschrif­tung

Georg Trakl „Die Sonne“, Plas­tilin auf Mess­ing, 32x32cm

/ Zeit und Veränderung /

Vari­anten:
ZEITVERBLEIB
VERSCHNAUFEN
GEGENWÄRTIG
WINTERSCHLAF
UNERMESSLICH
(TRZESNIEWSKI)

Buch­stabe­nuhr im Foy­er Wohn­haus Het­zen­dor­fer Straße, 2006

Ver­wor­fene Textver­suche:

„Una dabit, quod negat altera“
Eine Stunde gewährt, was die andere ver­sagt

„Ulti­ma latet“
Die let­zte Stunde ist ver­bor­gen

„Vul­ner­ant omnes, ulti­ma necat“
Alle Stun­den ver­wun­den, die let­zte aber tötet

Im Spiegel der Zeit

Erschienen in „Die PRESSE“, Freiraum, 3. Jän­ner 2009.
Mate­r­i­al: Schulübung 15. Blatt, Aquarell auf Papi­er, 23. Juni 1914 und Schulübung 10. Blatt 1. Mai 1915 von Wil­helm Schu­berth (geb. 1902).

Gegenüber­stel­lung alter Schu­laquarelle unseres Groß­vaters von 1914/ 1915 mit einem Plas­til­in­bild von 2008. Darstel­lung­stech­niken und Tück­en: Ein Schmetter­ling lässt sich mit einiger Übung auf­malen. Den Ver­lauf der Zeit zu fassen ist schwieriger.

Rendezvous auf der Strudlhofstiege

Illus­tra­tion der Schlüs­sel­szene aus dem Roman „Die Strudl­hof­stiege“ von Heim­i­to von Doder­er. Das geplatzte Ren­dezvous − Schmelz­er und Etel­ka Stan­gel­er, die eigentlich als Auf­pass­er engagiert waren, bemerken Schmeller Senior, der sein­er Tochter heim­lich in einem Taxi gefol­gt ist, um das Tre­f­fen von Ingrid mit Stephan von Sem­s­ki zu ver­hin­dern. Gle­ichzeit­ig erscheinen am Fuße der Stiege René Stan­gel­er, Paula Schachl und Grauer­mann und wer­den Zeu­gen der Szene. Stan­gel­er hat die Bühne gefun­den, die er an dem Ort schon ver­mutet hat­te.

(Aus: „Szenen ein­er Gegend“, Büro­heft Nr. 2, 2019)

Detail der Strudl­hof­stiege im August 2019

Foy­er und Ein­gang Julius-Tan­dler-Platz 4

Jol­ly-Eis auf Papi­er und als Linol-Schnitt

/ Bühne /

Alberti­na, April 2018
Ren­der­ing @ievgen_kalinovych, Col­lage mit Plas­til­in­bild SUS

Zwei Leseart­en:
Die Stadt als Bühne 1

Die Meta­pher hat unter­schiedliche, fast ent­ge­genge­set­zte Deu­tun­gen erfahren. Han­nah Arendt unter­suchte in ihrer 1958 erschienen „Vita acti­va“ eine The­o­rie der Öffentlichkeit und des poli­tis­chen Han­delns. Sie ging von der alt­griechis­chen Polis aus, dem Stadt­staat als einem Ver­bund von Men­schen.
„Der poli­tis­che Bere­ich im Sinne der Griechen gle­icht ein­er solchen immer­währen­den Bühne, auf der es gewis­ser­maßen nur ein Auftreten, aber kein Abtreten gibt, und dieser Bere­ich entste­ht direkt aus einem Miteinan­der, dem mit­teilen­den Teil­nehmen an Worten und Tat­en“. Dabei geht es um die Gegen­wart ein­er Mitwelt, das Gese­hen- und Gehörtwer­den, das vor Anderen In-Erschei­n­ung-Treten. Dieses Pub­likum in einem Zuschauer­raum, in dem ein jed­er zugle­ich Zuschauer und Mithandel­nder ist, ist die Polis.
Der amerikanis­che Sozi­ologe Richard Sen­net ging noch weit­er. Er beschrieb Mitte der 1970er Jahre in seinem Buch „Ver­fall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyran­nei der Intim­ität“ wie sich Pri­vates und Öffentlich­es durch­drin­gen. Seine These: Öffentlich­es Han­deln ist stets ein Han­deln mit Masken. Wenn diese Masken fehlen, entste­ht so etwas wie ein „Ter­ror der Intim­ität“. Das „sich selb­st aus­drück­en“ erset­zt den poli­tis­chen Diskurs.
Die Stadt als Bühne und poli­tis­ch­er Ort bekommt eine ein­deutig pos­i­tive Aufladung.

(Arendt, München: Piper 2020, S. 278, 279)

Die Stadt als Bühne 2

Genau­so gerne flanieren wir nach der schö­nen Formel durch som­mer­liche Alt­städte (wie über den Alberti­naplatz, mit unserem Bitzinger Würs­tel­stand). Man kön­nte daraus auch fol­gern: Das Pro­jekt der Architek­ten ist dem­nach vor allem eines der Insze­nierung. Es geht darum, Szenen und Atmo­sphären zu schaf­fen: Szenen der Unter­hal­tung und des Kon­sums – und Szenen des Wohnens und Arbeit­ens. Die Auf­gabe der Architek­tur wäre von jen­er der Büh­nen­bild­nerei kaum zu unter­schei­den. Das Leben als Insze­nierung, in der wir teil­nehmende Besuch­er unser­er eige­nen Ausstel­lung sind? Der Stadthis­torik­er Wern­er Durth stellte schon 1988 fest, dass die „in kri­tis­ch­er Absicht zur Diskus­sion gestell­ten Begriffe der Insze­nierung und Dra­maturgie der Städte zunehmend ins Pos­i­tive gewen­det und affir­miert wur­den“.

(Zum Nach­le­sen z.B.: Ger­not Böhme, Architek­tur und Atmo­sphäre, München 2013 und Wern­er Durth, Die Insze­nierung der All­t­agswelt, 2. Auflage, Braun­schweig 1988, Nach­wort)

Corinne l. Rusch, Würs­tel­stand Alberti­naplatz

Bitzinger Würs­tel­stand am Alberti­naplatz
Drei Fotoar­beit­en von Corinne l. Rusch, 2009
Lamb­da Print auf Alu-Dibond-Plat­ten aufge­zo­gen

Kon­takt: www.corinnerusch.com;
E‑Mail: corinne@theselection.net

Theater und Ausstellung

„Übung macht Meis­ter“. Lisa Kröll im Pyg­malion-The­ater Wien.
Fotografiert von Michael Dürr. Aus der Serie „Meta­phern“, Büro­heft Nr. 4, 2023

Ausstel­lung „Die Wiener Roth­schilds“, Jüdis­ches Muse­um Wien, 2022
Fotografiert von Christoph Panz­er

Hal­brund­saal der Ausstel­lung „Verehrt-Begehrt“, The­ater­mu­se­um Wien, 2022.
Fotografiert von Christoph Panz­er

Die Stadt als Bühne 3

Garage Freyung, Video von Michael Dürr, 2022

/ Fremde Ideen /

Ideen, die wir nicht selb­st hat­ten und klauen mussten 1

10 Hinweise für eine bessere Architektur

1 Nichts erfind­en
2 Alles Mis­chen
3 Kün­stler fra­gen
4 Ein­fach­es ver­fein­ern
5 Fremde Ideen weit­er­spin­nen
6 Rät­sel­haft bleiben
7 Altes umar­men
8 Hülle von Inhalt tren­nen
9 Großzügig pro­bieren
10 Ler­nen von der großen Zahl

Ideen, die wir nicht selb­st hat­ten und klauen mussten 2

„Die Axt im Walde“, Fotografiert von Michael Dürr. Aus der Serie „Meta­phern“, Büro­heft Nr. 4, 2023.
Nach dem Motiv: Robert Lebeck, „Josef Beuys in sein­er Düs­sel­dor­fer Ate­lier­woh­nung“, 1970

Ideen, die wir nicht selb­st hat­ten und klauen mussten 3

„Maske 1“, aus­ge­führt von Flo­ri­an Schauhu­ber, 2023
Nach von ein­er Foto­serie über Mar­cel Breuers Stahlrohrstuhl